Warum wird Laub auch als Gärtnergold bezeichnet?

Laub Winterschutz für Rosen

Warum wird Laub auch als Gärtnergold bezeichnet?

Das jährliche Schauspiel des Laubfalls ist für viele Gartenliebhaber kein bunter Segen. Sie sehen in ihm vielmehr viel Arbeit. Dabei breitet die Natur mit dem Laub einen schützenden Mantel über die Erde aus. Betrachten Sie Laub nicht länger als Abfall, der in die Biotonne wandern sollte. Es ist vielmehr ein kostbarer Schatz wie Gold, der empfindliche Wurzeln und filigrane Ranken behutsam vor Kälte und Bodentrockenheit schützt. In unserem Blogbeitrag verraten wir Ihnen, wie Sie diesen wertvollen Naturrohstoff des Spätherbstes für ein gesundes Gartenökosystem nutzen können.

Welche Funktion übernimmt Laub im Winter für Boden und Beete?

Die Schutzwirkung einer Laubschicht beruht ähnlich wie bei einer Daunendecke auf unzähligen kleinen Luftpolstern. Die zwischen dem ruhenden Laub isolierte Luft sperrt die eisige Winterkälte aus. Diese Schicht ist ein natürlicher Kälteschutz und verringert das Risiko, dass bei Wechselfrösten die Erde aufreißt. Zudem schützt die Laubabdeckung bei Starkregen vor Erosion. Auch die Verdunstung wird verringert und so die Bodenfeuchtigkeit länger erhalten. Lesen Sie auch Tipps zum Pflanzkästen Styling im Herbst hier. 

Planzkästen aus Metall Herbst Styling


Auf einen Blick: Laub-Winterschutz für sensible Pflanzen

• Königinnen im Winterschlaf – Rosen an Rosenbögen und Spalieren: Eine 15 bis 20 cm hohe Schicht aus trockenem Laub, um den Pflanzenfuß angehäufelt, schützt im Winter die empfindliche Veredelungsstelle von Kletterrosen und historischen Strauchrosen.

• Frostempfindliche Kletterkünstler wie Clematis am Spalier: Um Rindenrisse nahe der Erdoberfläche zu vermeiden, schützen Sie den Fuß von großblumigen Clematis-Hybriden mit einer schattierenden, frostmildernden Laubschicht.

• Gefäß- und Kübelpflanzen im Freien: Eine trockene Laubschicht als zusätzliche Isolierung um den Kübel kann den Wurzelballen vor starken Temperaturschwankungen schützen.

• Empfindliche Stauden und Gehölze: Eine Schicht aus Laub und Tannenreisig schützt den Wurzelbereich von Hortensien, Herbstanemonen und jungen immergrünen Gehölzen in der Winterzeit.

Expertentipp von Johannes Dietrich: „Meine jahrzehntelange Rosenerfahrung hat mich gelehrt: Nicht der strenge Frost bringt eine Kletterrose am Rosenbogen um. Es ist meist der fiese Kahlfrost im Spätwinter, wenn die Morgensonne die Triebe erwärmt, während der Boden spiegelglatt gefroren ist. Häufeln Sie deswegen den Fuß der Kletterrose im November reichlich mit lockerem, gesundem Laubmaterial an. Diese Schicht wird mit einigen Fichtenzweigen fixiert. So bleibt die Veredelungsstelle geschützt, während das massive Stahlgerüst des Rosenbogens den Winterstürmen stoisch trotzt.“ Die Produkte unten im Bild sind ebenfalls von Classic Garden Elements. 

Romanischer Rosenbogen Bagatelle von Classic Garden Elements


Goldenes Laub ist für Nützlinge ein lebensnotwendiges Winterquartier

Ein aufgeräumter Garten ist den ganzen Winter über ein stummer Garten. Ein Haufen aus Laub und Reisig in einer ruhigen Gartenecke hingegen ist ein lebensrettendes Refugium für Igel, Erdkröten, Laufkäfer und andere Nützlinge. Sie alle finden unter den Blättern ein geschütztes Quartier, das selbst bei zweistelligen Minusgraden frostfrei bleibt. Im frostfreien Frühjahr dann wird der Haufen schichtweise über zwei bis drei Wochen von oben abgetragen. Die sich dadurch verändernde Temperatur im Winterquartier signalisiert den Bewohnern: Der Frühling hat Einzug gehalten, es ist Zeit, sich ein Sommerquartier zu suchen.

Herbstlaub – wertvolle Nahrung für das Bodenleben

Schnell entwickelt sich unter einer Laubdecke ein umtriebiges Bodenleben. Regenwürmer, Asseln und Millionen nützlicher Mikroorganismen arbeiten fleißig daran im Laufe der Monate Laub in natürlichen Humus zu zersetzen. Dieser ist ein wie ein Elixier für den Garten. Er verbessert die Bodenstruktur nachhaltig. Durch Zugabe von Humus können sandige Böden Wasser besser speichern, schwere Tonböden werden dauerhaft durchlüftet und gelockert. Das Bild unten zeigt die Romanische Rosenlaube ‘Villandry’ von Classic Garden Elements im Rosenpark Dräger. 

Romanische Rosenlaube 'Villandry' von Classic Garden Elements Herbstbild aus dem Rosenpark Dräger


Wie wird aus raschelndem Herbstlaub Kompost?

Das optimale Ausgangsmaterial für feinstes Gärtnergold (Kompost) sind Blätter von Obstgehölzen, Hainbuchen, Linden und Eschen. Diese zersetzen sich zügig innerhalb eines Jahres. Um die Verrottung zu beschleunigen, mischen Sie trockenes Laub (Kohlenstoff) schichtweise mit grünem Rasenschnitt oder mit Küchenabfällen (Stickstoff). Die perfekte Feuchtigkeit für die Laubkompostierung ist vergleichbar mit einem ausgedrückten Schwamm (nicht zu nass, um Fäulnis zu vermeiden).

Expertentipp von Johannes Dietrich: Der Faktor Zeit ist wichtig bei der Laubkompostierung. Sammeln Sie deshalb langsam zersetzendes Laub von Eiche Walnuss und Platane separat (benötigt bis zu zwei Jahre). Alternativ können Sie es feingehäckselt untermischen.

Die ruhige Gartenzeit ist die beste Zeit, um sich neuen Gartenprojekten zu widmen. Für das Team von Classic Garden Elements ist die Zeit optimal, um zeitaufwendige, maßgeschneiderte Projekte für unsere Kunden umzusetzen. Die Projektierung und Herstellung über die Wintermonate stellt sicher, dass alle individuell angefertigten Produkte (customized Design, Maß und Farbe) pünktlich zum Start der neuen Gartensaison geliefert werden. Kontaktieren Sie uns, um Ihre Pläne zu besprechen.

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