Antike Statuen in Lebensgröße für Garten und Gartenarchitektur
Antike Skulpturen für Gartenarchitektur – Lebensgroß, aus Bronze oder Marmor, in Museumsqualität kaufen
Unsere lebensgroßen Repliken antiker Skulpturen aus Bronze oder Marmor sind elementare Bestandteile klassischer Gartenarchitektur. Inspiriert von griechisch-römischen Originalen, strukturieren sie Gärten, Parks und Außenräume mit kultureller Tiefe und architektonischer Funktion.
Wir bieten in unserem Online Shop Freunden der antiken Kunst etwas Einmaliges an. Replikas von über fünfzig der schönsten Skulpturen des klassischen Altertums. In Lebensgröße. Gegossen in Bronze auf Basis von Gipsabdrücken des Museumsoriginals. Die von uns gefertigten Bronzestatuen und Büsten haben Museumsqualität und werden von Innenarchitekten, Gartendesignern und Kunstexperten weltweit geschätzt. Filmstudios verwenden sie als authentisches Dekor und die Originale sind in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt.
Standorte für die Aufstellung klassischer Garten Statuen
In besonders gelungenen Gärten und Parks brilliert neben hoher gärtnerischer Kunst und ungewöhnlich schöner Formgebung oft auch die Verwendung erstklassiger Ausstattung. Sei es nun Mobiliar oder seien es Statuen und Skulpturen. Antike Statuen sind im Original nicht erhältlich. So wurden seit Ihrer Wiederentdeckung in der Renaissance kostspielige Repliken gefertigt für Schlösser, deren Parks und parallel auch für die Herrenhäuser des zu hohem Wohlstand gekommenen Bürgertums. In dieser Zeit formierte sich dann auch ein Kanon für die Aufstellung und Platzierung dieser Kunstwerke der sich bis in die Neuzeit hinein entwickelte. In unserem Online Shop finden hier eine Übersicht über besonders schöne Standorte für klassische Garten Statuen. Und wir bieten Ihnen hier eine Übersicht über einige öffentlich zugängliche Gärten und Parks die jeweils über eine stattliche Sammlung klassischer Garten Statuen verfügen. Mit konkreten Angaben welche Statuen wo zu sehen sind.
Historische Bedeutung der angebotenen Museumsskulpturen für den Garten
Die Statuen der griechischen Antike, überwiegend Bronzestatuen, sind in Ihrem Formenkanon bis heute kulturstiftend für unsere westliche Zivilisation.
Nach dem Aufstieg Roms zur Weltmacht gelangte eine große Anzahl dieser griechischen Kunstwerke nach Rom, teils geplündert, teils erworben. Und wurden in Rom kopiert und auch neu interpretiert. Von den schönsten Werken der griechischen Antike wurde eine Vielzahl teils sehr präziser Kopien für den römischen Kunstmarkt geschaffen. In beinahe allen Fällen kennen wir das verloren gegangene griechische Bronzeoriginal nur in seiner römischen Kopie aus Marmor.
Die meisten Werke der antiken Welt sind jedoch wohl trotzdem für immer verloren gegangen in den Wirren und dunklen Jahrhunderten nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches. Viele der schönsten Statuen wurden bereits davor von fanatischen Christen zerstört oder demoliert. Bronzestatuen wurden in Kriegszeiten eingeschmolzen, Marmorstatuen nach dem Niedergang der antiken Orte ihrem Schicksal überlassen, als Baumaterial verwendet oder in frühmittelalterlichen Kalköfen zu Kalk verbrannt.
Von den über fünfzig in unserem Online Shop angebotenen Replikas antiker Statuen basieren gerade neun Statuen auf erhalten gebliebenen original antiken griechischen Bronzestatuen. Alle anderen angebotenen Repliken basieren auf römischen Marmorstatuen die nach einem griechischen Original aus Bronze geschaffen worden waren.
Gipsabdrücke für Museumsskulpturn für den Garten und Nachguss-Büsten
Vorlage für eine perfekte Replika des Originals ist ein Gipsabdruck des Originals. Diese Gipsabdrücke gehen oft zwei Jahrhunderte zurück. Viele von Ihnen wurden Mitte des 18. Jhd. bis Anfang des 19. Jhd. von den in Rom gefundenen Originalen abgenommen. Und wurden dann zu Studienzwecken meist an einer Universität in sogenannten Gipsabdrucksammlungen ausgestellt. Oft gelangten Sie auch in Privatbesitz. Gerade dann, wenn der Erwerb des Originals zu teuer war, oder das Original nicht verkäuflich war.
Berühmte Bildhauer der genannten Epoche, wie zum Beispiel Bertel Thorvaldsen, Antonio Canova, Andreas Schlüter, Karl Friedrich Schinkel und andere hatten Ihre eigene Gipsabdrucksammlungen der damals gefundenen Antiken. Als Lehrstücke für Ihre Schüler. Und als Vorlage für eigene Arbeiten. Oft wurden diese Gipsabdrücke ergänzt und vervollständigt wenn das antike Original nicht vollständig erhalten war.
Bronzeguss im Wachsausschmelzverfahren
Das Wachsausschmelzverfahren ist eine Methode um komplexe Formen aus Metall zu gießen. Es ist Jahrtausende alt und findet auch bei den hier angebotenen Bronzeguss Repliken Anwendung.
Grundlage für die erforderliche Gussform ist der Gipsabdruck. Auf Basis der Daten des Gipsabdrucks fertigen wir ein Kunststoff Modell. Das Kunststoffmodell wird akribisch mit dem Gipsabdruck und Fotos des Originals verglichen und falls erforderlich nachgebessert. Wenn alles perfekt ist wird von diesem Kunststoffmodell die negative Gussform genommen. Und dann flüssige Bronze in diese Negativform gegossen, um eine positive Bronzeskulptur zu schaffen. Jeder dieser Arbeitsschritte wird akribisch überwacht um sicherzustellen, dass die gegossene Replika 1:1 dem Gipsabdruck und dem Original im Museum entspricht.
Für den Bronzeguss verwenden wir Bronze aus mindestens 90% bis 95% Kupfer (CU) und 5 % bis 10 % Zinn (SN). Die genaue Zusammensetzung variiert in diesem Rahmen je nach Größe und Komplexität der Statue. Die Höhe des Zinnzusatzes beeinflusst Gießfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit als auch die Bruchfestigkeit von Bronzegüssen. Diese Legierung entspricht wohl ziemlich genau den meisten überlieferten antiken Bronzelegierungen und hat sich über Jahrtausende bewährt. In Pompeii gefundene und 1998 von der Goethe Universität Frankfurt analysierte Bronzeartefakte wiesen beinahe durchgängig eine Zusammensetzung von 90% CU mit 10% SN auf. Und hatten in vielen Fällen Bleibeimischungen von maximal 0,01 bis 0,02%.
Marmorguss & Marmor Bildwerk vom Bildhauer
Neben dem klassischen Bronzeguss bieten wir für die hier gezeigten Garten Statuen und Büsten zusätzlich zwei weitere Werkformen für die Replik-Anfertigung an. Den Marmorguss aus pulverisiertem echten Marmor. Und das Neuschlagen der Garten Statue durch Bildhauer aus einem einzigen Marmorblock. Falls so eine Werkform für Ihre Museumsskulptur für den Garten in Betracht kommt, dann sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns über Ihre Mail oder Ihren Anruf.
Marmorguss-Skulpturen aus pulverisiertem echten Marmor kaufen
Die meisten antiken Skulpturen sind uns optisch bekannt durch römische in Marmor geschlagene Bildwerke. Meistens gearbeitet nach einem damals noch vorhandenen griechischen Original aus Bronzeguss. Und nun ausgestellt in den schönsten Museen, die Europa zu bieten hat. So besteht durchaus der Wunsch auch die eigene Garten Statue als Replika in Marmor zu kaufen und nicht als Bronzeguss. Eine einfache und dabei absolut präzise Werkform für Garten Statuen in Museumsqualität ist der sogenannte Gussmarmor.
Hierbei wird ein Marmorblock zu sehr kleinen Körnern zermahlen. Der hierbei entstandene Marmorsand wird dann verflüssigt, mit Klebern vermischt und dann in Gussformen gegossen und härtet dort aus. Das Verfahren ist seit der Mitte des 19. Jhd. bekannt und immer weiter verfeinert worden. Damit die so gegossene Marmorstatue für den Garten auch tatsächlich wie echter Marmor aussieht (aus dem sie ja besteht) ist die Wahl des richtigen Marmors, die richtige Körnung und die perfekte Rezeptur für die beigemischten Kleber Voraussetzung.
Wir benutzen in der Herstellung der Replik-Garten Statue allerbesten weißen Marmor. Zur Fertigung der Gussformen verfügen wir über die Gipsabdrücke des Originals. Stabilität, Wetterfestigkeit und brillante Oberfläche des Kunstmarmors erreichen wir mit der besten Mischung aus zermahlenem Marmor und den chemischen Kleber Beimischungen. Gerne stellen wir Ihnen ein Musterstück zur Verfügung.
Parallel hierzu sind andere Gussmaterialien auf dem Markt. In Gartencentern gibt es oft Güsse aus Beton (Gießbeton) oder ähnlichen Materialien zu kaufen. Überwiegend sind es ‚David‘ und ‚Venus‘ Statuen. Die Gussvorlagen dafür sind in der Regel so schlecht, dass ein verkitschter Eindruck der Statuen entsteht. Zudem sind die Größen nicht original. So verheißt bereits der erste Eindruck dieser Beton-Statuen nichts Gutes.
Neuschlagen von Garten Skulpturen durch Bildhauer aus Marmorblöcken
Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, die Garten Skulptur neu vom Bildhauer aus einem Marmorblock Ihrer Wahl schlagen zu lassen. Je nach Komplexität der angefragten Statue eine anspruchsvolle Arbeit. Die letztendlich nur von Bildhauern zu meistern ist, die dies täglich machen und dies in einer Region und Umgebung in der diese Art der hochspezialisierten Bildhauerei seit Generation gepflegt wird und lebendig ist. Diese Bildhauer finden sie heute nur in ganz wenigen Plätzen. Darunter Italien und China. In Italien ist Carrara bereits seit der Antike das Zentrum und in China sind es zwei Provinzen südlich von Beijing. Ähnlich wie in Carrara haben diese ihren eigenen Marmor in der sogenannten Kaiserhof Qualität für den Hof in Beijing und eine über unendliche viele Generationen gepflegte Bildhauertradition.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass die seit der Renaissance aufgefundenen antiken Garten Statuen von berühmten Bildhauern europäischer Fürstenhöfe neu gearbeitet wurden. So wie die alten Römer die Statuen der alten Griechen neu fertigten. Dabei entstanden Kopien, die oft als attraktiver empfunden wurden als das Original und wiederum kopiert oder Gipsabdrücke von ihnen gefertigt wurden. Als ein Beispiel von vielen seien hier die sogenannten Uffizien Ringer genannt. Im Auftrag von Le Nôtre fertigte der französische Bildhauer Philippe Magnier gegen 1685 freihändig aus einem Marmorblock eine Replika der Gruppe für Versailles an. Diese Marmorkopie war so populär, dass man Gipsabdrücke von Ihr anfertigen ließ, und nicht vom Original in den Uffizien. Sie steht heute in Paris.
Eine Replika aus einem Marmorblock getreu dem historischen Vorbild neu zu schlagen erfordert Tradition, Können und ein Verständnis für den Formenkanon dieser besonderen antiken Garten Statuen. Die von uns beauftragten Bildhauer verfügen über diese Voraussetzungen. In der Regel wird zuerst als Arbeitsvorlage ein neuer Gipsabdruck für den Bildhauer erstellt. Oft genügt hier ein Abdruck des schwierigsten Teils, oft ist das der Kopf. Manche Bildhauer schaffen sich zusätzlich noch ihre eigene Vorlage aus Lehm, meistens des Kopfes, um diese besondere Verbindung zur Garten Statue und zum Schlagen zu erhalten.
Was wir hier anbieten sind also Garten Statuen Repliken, aber künstlerisch frei geschaffene, individuelle Replik-Statuen aus echtem Marmor.
Weshalb sind nicht alle Replik-Statuen im Online Shop ausgepreist?
Eine ganze Reihe der von uns angebotenen Bronzestatuen sind in unserem Online Shop ohne Preis, bzw. Preis auf Anfrage ausgezeichnet. Die Gründe hierfür sind vielfältig.
Wahl der Kunstgießerei für die Garten Statue
Besonders große Statuen können nur in hochspezialisierten Kunstgießereien gegossen werden. Diese Kunstgießereien sind weltweit tätig. Sie sind oft über zwei bis drei Jahre mit großen Spezialaufträgen ausgebucht und daher nicht sofort lieferfähig.
Fehlende Gipsabdrücke für den Nachguss der Garten Statue in Museumsqualität
Von einigen Garten Skulpturen und Büsten, gerade von den in jüngerer Zeit gefundenen existiert noch kein Gipsabdruck und müsste erst angefertigt werden. Dies wird heutzutage aber ungern gemacht um die auf vielen Statuen oft vorhandenen Farbüberreste der früheren, antiken Bemalung nicht zu stören.
Arbeiten mit 3D Scan für die Anfertigung des Replikats
Hier könnte ein 3D Scan ziemlich perfekte Resultate erzielen. In der Praxis funktioniert das in der Regel nicht. Denn die erforderliche Erlaubnis zum Scannen ist meist nur unter vielen Mühen und mit allerbesten Beziehungen zu erlangen, wenn überhaupt. So bleibt nur, von diesen meist weltberühmten Statuen eine umfangreiche Fotosammlung zusammenzustellen aus der dann ein Scan erstellt wird. Der Scan wird dann von archäologischen Restaurierung-Spezialisten anhand der Fotovorlagen verbessert, so dass man letztendlich einen brauchbaren Scan erhält der dem Original weitestgehend entspricht. Dieser Scan wird dann in Lebensgröße gedruckt und von einem hocherfahrenen, auf die Restaurierung antiker Bildwerke spezialisierten Bildhauer überarbeitet. Am schwierigsten ist oft der Kopf der Statue, gerade wenn er zum Beispiel reiche, tief gelockte Haarpracht aufweist die die Scan-Kamera nicht präzise genug in Ihrer Tiefe erfasst.
Abgleich der Replika vor Ort mit dem Original
Das Thema dieser „Köpfe mit reicher Lockenpracht“ behoben wir meist erfolgreich damit, indem wir mit dem gescannten, ausgedruckten Kopf ins Museum fuhren und um Erlaubnis baten, den Kopf mit dem Original abgleichen zu dürfen. Dies wird meist aber nicht immer gestattet. In einigen Museen war es unserem Bildhauer zudem erlaubt vor Ort am Kopf einige Feinarbeiten durchzuführen oder zumindest betroffene Stellen zu kennzeichnen.
Nachträgliche Ziselierungen bei der Nachguss-Skulptur
Eine Reihe von Garten Statuen die wir hier anbieten weisen feine Ziselierungen auf, zum Beispiel für einen Bartflaum oder ein Stirnband oder ein Zier-Muster an der original erhaltenen Basis. Diese Ziselierungen sind im Gipsabdruck nicht, oder nicht deutlich erhalten. Hier arbeiten wir mit hocherfahrenen Ziseliermeistern zusammen, die die Ziselierungen nach Bildvorlagen mit ihren feinen Instrumenten erstellen.
Fazit
So gibt es mannigfache, teils völlig unterschiedliche Gründe, weshalb wir einige Statuen in unserem Online Shop preislich auf „Preis auf Anfrage“ setzen.
Reise durch Jahrhunderte – Gartenstatuen als Zeugen der Zeit
Wer den Blick auf Gartenstatuen richtet, begegnet mehr als Stein und Form. Aus heiligen Hainen der Antike treten sie hervor, wandeln durch Villen römischer Kaiser, verweilen auf Terrassen der Renaissance, schreiten weiter in weiten Landschaftsparks Englands. Über Zeiten und Kontinente hinweg formen sie ein stilles Band zwischen Natur und Kunst.
Nicht Schmuck allein sind sie, sondern gleichsam Hüter und Begleiter von Gärten, deren Wandel sie in schweigender Gegenwart überdauern. In strahlendem Licht sonnenoffener Kolonnaden, im gedämpften Grün schattiger Waldlichtungen, in ehrwürdigen Heiligtümern wie in gefeierten Parkanlagen Europas halten sie Zwiesprache mit Raum und Zeit.
So entfaltet sich ihre Geschichte – nicht in Worten, sondern im Atem der Jahrhunderte, den ihre Gestalten unverwandt bewahren.
Aus diesen Bildern erhebt sich ihre Reise – von den ersten Schritten in heiligen Hainen des Altertums bis zu den kunstvollen Gärten späterer Jahrhunderte. Schon in der Antike wurden Gartenstatuen zu Stimmen im Freien, die zwischen Göttern, Menschen und Landschaft vermittelten.
Was folgt, zeichnet ihren Weg nun im Detail nach – von den frühesten Zeugnissen bis zu den prägenden Gestaltungen späterer Epochen.
Antike Garten Skulpturen als lebendige Stimmen in der Gartenarchitektur – Wo Stein und Bronze zu sprechen beginnen
1. Antikes Griechenland – Skulpturen in heiligen Hainen und philosophischen Gärten
Die Verwendung freistehender Statuen im Freien lässt sich für das antike Griechenland nachweislich vor allem in sakralen und öffentlichen Kontexten belegen – nicht jedoch im Sinne privater Ziergärten, wie wir sie später kennen.
Gesicherte Kontexte:
Relevanz für die Gartenarchitektur: Die Außenanlagen im antiken Griechenland hatten bei unterschiedlicher Nutzung (Sportstätte, Orakel, Akademie) immer eine überragende kultische Bedeutung. Und es ist hier, dass Statuen in Mengen aufgestellt waren. Und zwar im Rahmen eben dieses Kultus und zu seiner Erhöhung. Dieses Konzept lässt sich mit dem neuzeitlichen Begriff der Gartenarchitektur nicht fassen da der kultische Bezug fehlt. Zudem sind mit ganz wenigen Ausnahmen so gut wie alle Statuen aus diesen Anlagen verloren gegangen. Die uns durch ein Wunder erhaltene Bronzestatue des Wagenlenkers von Delphi repräsentiert daher nicht „Gartenkunst“ im heutigen Sinn, sondern kultisch motivierte Außenpräsentation in sakralen Bereichen – ein Konzept, das in der römischen Villenarchitektur weitergeführt und transformiert wurde.
2. Römische Antike – Villengärten als Bühne für Skulpturen
Mit dem Römischen Reich entwickelte sich erstmals eine eigenständige, archäologisch wie literarisch eindeutig belegbare Gartenkultur, in der Skulpturen bewusst als Gestaltungselemente – also als Gartenskulpturen – eingesetzt wurden. Diese Kunstform war stark von der griechischen Tradition geprägt, wurde jedoch in einem neuen Kontext angewandt: dem privaten Luxusgarten (hortus, viridarium, peristylum). Tatsächlich lässt sich hier zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte von Gartenstatuen oder Gartenskulpturen sprechen.
Belegbare Gartennutzung von Statuen:
Relevanz für die Gartenarchitektur: Die Garten Statue des Ludovisischen Galliers repräsentiert ein Beispiel von unendlich vielen, die nachweislich einen römischen Garten oder Park zierten. In diesem Fall die sogenannten Gärten des Sallust in Rom. Diese Horti lagen in einem Tal zwischen zwei Hügeln, dem Pincio und dem Quirinale. Die Gärten waren von einer Reihe größerer Bäche durchzogen die bergabwärts bis zum Campus Martius strömten und schlussendlich im Tiber mündeten.
Renaissance – Die Wiederentdeckung antiker Garten Skulpturen in der Gartengestaltung
Mit dem Aufkommen der Renaissance ab dem 15. Jahrhundert wird die klassische Antike systematisch studiert, nachgeahmt und neu interpretiert. Fürstliche Gärten dienen zunehmend nicht nur dem Genuss, sondern auch der Repräsentation von Bildung, Weltverständnis und kulturellem Anspruch. Die Integration von Garten Skulpturen in der Gartenarchitektur gewinnt nun eine neue Dimension – explizit als bewusst inszeniertes Zitat der Antike.
Belegte Praxis:
Quellenbeleg:
Giorgio Vasari beschreibt mehrfach die Nutzung antiker Garten Statuen in Gärten der Renaissancefürsten (u. a. in seinen „Vite“), insbesondere im Kontext der Medici-Residenzen.
Relevanz für die Gartenarchitektur: Die Hermes-Skulptur von Giambologna, auch als Giovanni da Bologna oder Jean de Boulogne bekannt, ist ein berühmtes Kunstwerk der italienischen Renaissance. Die vielfach gefertigten Abgüsse fanden ihren Weg in zahlreiche adelige Parks und Gartenanlagen dieser Zeit. Die in der Renaissance oft verwendeten Repliken klassisch-griechischer Garten Statuen wie Apollon, Hermes oder die Athena-Typen wurden – da die antiken Originale oft beschädigt oder ohne Gliedmaßen oder ohne Kopf waren, einfach durch Künstler der Renaissance ergänzt. So entsprechen diese originalen Renaissance Garten Statuen wie auch die in der Renaissance restaurierten und ergänzten echten antiken Garten Statuen direkt dem Renaissance-Ideal eines gelehrten Gartens, der Schönheit mit historischer Tiefe verbindet an. Ein Konzept, das heute wieder stark gefragt ist.
4. Barock – Garten Skulpturen: Bestandteile absolutistischer Gartenarchitektur
Im Barock wird der Garten zur Bühne absoluter Macht und göttlicher Ordnung. Garten Skulpturen sind hier keine beiläufigen Dekorationen, sondern zentrale dramaturgische Elemente. Ihre Funktion ist symbolisch, mythologisch aufgeladen und exakt auf die Gartenarchitektur abgestimmt.
Belegbare Beispiele:
Quellen:
Die Inventaires des Sculptures de Versailles sowie Gartenpläne von Le Nôtre und ihre spätere Rezeption zeigen detailliert, wie Garten Skulpturen zur Strukturierung und Ideologisierung von Gartenräumen eingesetzt wurden.
Relevanz für die Gartenarchitektur: Repliken antiker Götterfiguren, Heroen oder Athleten – wie sie in Versailles oder Schönbrunn als mythologische Inszenierungen verwendet wurden – bieten eine direkte stilistische wie symbolische Verbindung für hochwertige, historisch inspirierte Gartenanlagen heutiger Zeit.
5. Der Englische Landschaftsgarten – Garten Skulpturen im „natürlichen“ Parkbild
Mit dem Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert entsteht in England eine neue Form der Gartenkunst: der Landschaftsgarten. Im Gegensatz zur strengen Geometrie des Barock orientiert sich dieser Gartenstil an der freien, idealisierten Natur – beeinflusst durch Claude Lorrain und Nicolas Poussin, deren idealisierte Landschaftsgemälde als ästhetische Vorbilder dienten.
Zentrale Merkmale: weite Wiesenflächen, malerisch gesetzte Baumgruppen, sanfte Geländemodellierungen, Sichtachsen, Wasserläufe – und: punktuell eingesetzte Garten Skulpturen, die dem Raum Bedeutung verleihen, oft in Kombination mit Staffagearchitektur (Tempel, Obelisken, Ruinen).
Nachweislich eingesetzte Garten Skulpturen in englischen Landschaftsgärten:
Quellenlage:
Die Verwendung antikisierender Garten Skulpturen in diesen Gärten ist durch Reiseberichte, Baupläne, Erhaltungszustände sowie die Korrespondenz der Auftraggeber und Architekten (z. B. Charles Bridgeman, William Kent, Capability Brown) gesichert. Auch die späteren Grand Tour-Sammler integrierten häufig antike Repliken oder Originale in ihre Landsitze.
Relevanz für die Gartenarchitektur: Die Garten Skulpturen der RIACE-Kollektion – insbesondere Figuren wie Hermes, Apollon, Herkules oder Athena – eignen sich hervorragend zur subtilen, symbolischen Einbindung in landschaftlich gestaltete Freiräume. Sie verbinden antike Formensprache mit landschaftlicher Sinngebung – ein Prinzip, das im englischen Landschaftsgarten zur Meisterschaft gelangte.
6. Historismus und Belle Époque – Die Antike als Stilzitat für Bildung und Repräsentation
Im 19. Jahrhundert kommt es zu einer bewussten Rückwendung an alle vorangegangenen Stilepochen, bevorzugt zur Antike, aber auch zur Gotik und Romanik. Der Historismus greift diese Stile auf und integriert sie in neue Bauformen. In dieser Phase entsteht auch der moderne bürgerliche Park – mit Garten Statuen als Zeichen von Bildung, Kosmopolitismus und bürgerlichem Idealismus.
Dokumentierte Kontexte:
Quellen:
Reiseberichte, Museumskataloge sowie die dokumentierten Skulpturenkäufe (z. B. bei Cast-Werkstätten wie Brucciani in London oder Chiurazzi in Neapel) belegen die große Nachfrage nach hochwertigen Abgüssen antiker Skulpturen für private und öffentliche Gartenanlagen.
Relevanz für die Gartenarchitektur: Die heutigen Repliken der RIACE-Kollektion von antiken Garten Statuen stehen genau in dieser Tradition: Sie ermöglichen es, den Geist historischer Gartenkultur wiederaufleben zu lassen – nicht als bloße Kopie, sondern als bewusste ästhetische und kulturelle Entscheidung.
Zusammenfassung: Garten Skulpturen als konstitutive Elemente historischer Gartenarchitektur
Vom mythischen Licht sagenumwobener griechischer Haine – dort wo noch Götter spielten und zeugten und Menschen Ihnen zu Ehren Statuen errichteten, über römischer Villenarchitektur der Imperatoren bis zu den stattlichen Parks der Belle Époque bildeten freistehende Garten Statuen stets einen gestalterischen wie symbolischen Kern anspruchsvoller Gartenräume – oder soll man sagen – klassisch zeitloser Gartenarchitektur? Die Garten Skulpturen der RIACE-Kollektion – authentische, lebensgroße Repliken bedeutender antiker Originale – stehen in direkter Linie zu dieser Tradition. Sie verbinden museale Qualität mit architektonischer Funktion und bieten damit eine gestalterische Lösung, die weit über das Dekorative hinausgeht.
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